Montagne des Agneaux (3664m) Glacier Tuckett und Südgrat (PD) Ecrins Massiv

Zurück in Ailefroide zum dritten Mal im dritten Jahr. Dieser Ort hat es mir auch ein bisschen angetan. Der Campingplatz, die nahegelegenen Sportklettereien und die wilden, hohen Berge gleich dahinter. Und dabei habe ich nur den östlichen Teil dieses großen Gebiets gesehen und wenn man von Ailefroide aus dem Tal hinausfährt, warten noch bis zu 500m hohe Kalkwände, in denen ich noch keine einzige Tour geklettert bin.

Heuer planten wir – eine ziemlich große Gruppe, wobei nicht alle die volle Zeit blieben – den bis dato längesten Aufenthalt für mich in dieser schönen Gegend. Ganze drei Wochen wollen wir unser Unwesen treiben und unser Hauptaugenmerkt liegt auf den hohen Bergen. Außerdem haben wir noch eine Rechnung aus dem Vorjahr offen und haben ein Jahr gewartet um eine zweite Chance zu bekommen. Aber alles der Reihe nach. Zuerst müssen wir uns erstmal akklimatisieren um in schwierigeren Routen nicht auch noch mit Kopfschmerzen zu tun zu haben. Am Samstag reisten wir an und für Sonntag war gleich das Wetter gut angesagt und dieses wollen wir gleich für eine erste Tour auf den Montagne des Agneaux – zu deutsch Schafsberg – nutzen. Mit 3664m ist er im Vergleich nicht so hoch wie die anderen namhaften Gipfel und stellt so das ideale Eingehziel für uns dar.

Wir wollen den Normalweg als Abstieg nützen und über den Glacier Tuckett aufsteigen. Eigentlich sind wir – auch wegen einer Beschreibung in einem alten Buch – davon ausgegangen, dass es sich hierbei um ein sehr einfaches und nicht besonders spannendes Unterfangen handelt. Aber man darf das Ecrins Massiv nicht unterschätzen. Zusätzlich waren die Gletscher zur Zeit der Beschreibung aus den 60er Jahren auch noch massiver, sodass heutzutage statt fast reinem Gletschhatscher auch Felsstufen und Kletterei hinzukommen. Der Südgrat des Montagne des Agneaux sieht von der Weite ordentlich brüchig aus. Aus der Nähe erfährt man aber, dass es sich um meist festes, gut strukturiertes Gestein aus – da kommt Freude auf.

Den Gipfel und das Panorama dürfen wir alleine genießen und der Ausblick ist wirklich sagenhaft. Von Pelvoux über Ailefroide, Barre des Ecrins, La Meije bis zum Mont Blanc und Monte Viso im Süden lässt die Aussicht keine Wünsche offen.

Fazit: Schöne, nicht all zu schwere Overtüre für unsere Hochtourenurlaub heuer. Eine abwechslungsreiche Rundtour. Der „Schafsberg“ ist außerdem ein super Aussichtspunkt.

Eine Beschreibung der Route findet sich unter: https://www.camptocamp.org/routes/56649/fr/agneau-noir-arete-s-par-le-glacier-tuckett

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