Hochkönig

Schon längst möchte ich mal am Hochkönig klettern. Dieses Ziel soll ich am heutigen Tage zwar nicht erreichen, aber zumindest kann ich mir die Gegend einmal von der Nähe ansehen. Vom Arthurhaus quert man zuerst eine Piste des kleinen Skigebiets und folgt dann einem Weg zu Mitterfeldalm – noch ohne viel Höhenmeter zu machen. Nach der Alm dürfen wir einen spektakulären Sonnenaufgang mitansehen. Dieser begeistert mich so, dass ich nicht einfach weitergehen kann, sondern die wunderbare Stimmung etwas auskosten muss.

Nach der Mitterfeldalm quert man leicht steigend, leicht fallend entlang des Sommerwegs ins nordostlich ausgerichtete Ochsenkar, dem man am rechten Rücken bis zur Torsäule folgt. Beeindruckend wie sich so eine freistehende Felsformation gebildet haben muss. Diese passieren wir südlich und steigen anschießend über den rechten Hang zum Schoberschartl auf. Links sieht man den Sommerweg mit Stangen makiert. Dieser wird aber im oberen Teil sehr steil, sodass wir ihn nur bei der Abfahrt nutzen. Die anschließende Hochfläche überqueren wir meist entlang des Sommerwegs. Es zieht sich noch etwas bis wir die letzten steilen, harten Meter unterhalb des Matrashauses erreicht haben. Harscheisen wären hier nicht schlecht.

Welch ein herrlicher Tag. Da wir im unteren Teil des Ochsenkars eine weitere Gruppe überholten, durften wir den oberen Teil selbst spuren und genießen nun die Sonne, das Panorama und die Einsamkeit. Bei der Abfahrt nehmen wir nicht den Aufstiegsweg, sondern fahren etwas direkter unter das Schoberschartl (wie hier beschrieben), fellen auf und gehen bis zum Sommerweg um über diesen abzufahren. Das spuren hat sich gelohnt, denn nun dürfen wir hier die ersten Spuren ziehen – ein Traum! Anschließend verlassen wir die Aufstiegsroute erneut und fahren das Kar orographisch ganz rechts ab.

Fazit: Eine schöne, lange, landschaftlich eindrucksvolle Tour. Wir hatten auch noch das Glück bei unglaublichem Wetter in ungerspurtem und unverspurtem Gelände unterwegs zu sein.

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