Planlos (V+) Hochschwab

Momentan schwächle ich etwas was weite Zustiege und lange Tage anbelangt. Trotzdem gehe ich auf den Plan von Johannes ein, die Planlos am kleinen Schwabn zu klettern. Noch schnell den Stimmzettel in der Früh abgeben und schon sind wir am Weg nach Norden. Diesesmal steigen wir von Seewiesen zu. Es ist ein breiter Weg bis zum kleinen Schwaben und wir erreichen den Einstieg erst ca. 3 Stunden später.

Die Planlos ist eine unsanierte Tour und es sollen sich drei Normalhaken in der gesamten Wand befinden. Wir finden den Einstieg recht leicht und sehen schon die markante Verschneidung der dritten Seillänge. Johannes übernimmt die erste Platte die von unten deutlich flacher und strukturierter aussieht, als sie sich dann herausstellt. Zwei Friends helfen weiter und schon bin ich am Nachsteigen. In der zweiten Seillänge erwartet mich eine sehr willkommene Sanduhr unterhalb der Schlüsselstelle – einem kleinen Bauch im fünften Grad. Am Stand nehmen ich einen Normalhaken und finde gleich daneben ein sehr gutes Platzerl für einen Camalot.

Die anschließende Verschneidung klettert sich gut, nur der Fels am Überhang, den wir nach rechts aufwärts überwinden, ist etwas brüchig und Vorsicht ist geboten. Stand macht Johannes auf dem anschließenden von rechts nach links aufsteigenden Band. Von hier starte ich gerade hoch durch die schöne, gutstrukturierte Platte. Sehr kompakt, sodass ich nur einen Camalot platzieren kann. Die im Topo eingezeichnete Sanduhr (vom Stand nicht ersichtlich) erreiche ich treffsicher nach ca. 30 Metern.

Danach wird es leichter und im Anschluss finden wir die Originalline nicht mehr. Das ist aber wenig problematisch, da das Gelände überall annähernd gleich schwer ist. So wählen wir einen für uns guten Weg und treffen noch auf den einen oder anderen Bohrhaken von moderneren Touren. Da die Schwierigkeiten aber gemäßigt sind, lassen wir es uns nicht nehmen, unseren Weg weiterhin im klassischen Stil zu begehen und abzusichern.

Fazit: Es wurde schon wieder Zeit eine bohrhakenlose Route zu gehen. Der Fels in dieser ist nicht immer fest und erfordert sicheres Klettern im angegebenen Schwierigkeitsgrad und außerdem Routenfindungsgabe. Die Linie ist aber doch recht logisch. Wir verbrachten einen schönen und einsamen Tag.

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