Verdon (III)

Mittlerweile zum dritten Mal besuchte ich (dieses Mal mit Paul) die Schluchten von Verdon. Beiträge zu den anderen Besuchen finden sich hier: Teil 1 und Teil 2. Abermals kletterten wir hervorragende Routen und genossen das gemütliche Leben.

Les Marches du Temps (6b+, 6c+, 6c, 7a, 6c+, 7a, 6cA0, 6b+, 6a+)
Unser Auftakt in diesem Urlaub. Luftiges Abseilen führt in eine Sackgasse aus der es nur einen Weg gibt. Die 2. Seillänge pumpt ordentlich, die 3. ist nur kurz schwer und dann sehr schön im steilen, oberen Teil. Die erste 7a ist anhaltend schwer in der zweiten Hälfte – sehr schöner, steiler Lochfels. Die folgende 6c+ ist etwas weiter abgesichert, aber auch sehr schön. In der zweiten 7a ist ein Boulder zu meistern und sie fällt uns leichter als die erste. Dann eine A0-Zwischenlänge und eine schwere 6b+ (mag auch an der zunehmenden Müdigkeit liegen). Die letzte 6a+ ist nochmals steil und sehr schön. Man merkt, dass gern (nur) die oberste beiden Seillängen geklettert werden. Rotpunkt im Team mit Paul, der sich nach der zweiten 6c+ eines Kletterschuhs entledigt und mir somit in den oberen Längen den Vortritt lässt.

Les Rideaux de Gwendal (6c+, gehen, 6b+, 7b, 6a+, 6c, 6b+, 6c+, 6a+, 5c)
Einer DER Klassiker in Verdon. Man seilt über Ticket Danger ab. Wir haben leider den falschen Tag (zu heiß) für diese Tour gewählt. Nachdem ich die 6c+ und 6b+ onsight geklettert bin, verweigert der Kletterschuhgummi wegen zu hohen Temperaturen die Arbeit und lässt Paul im dritten Durchstiegsversuch der 7b nach dem letzten schweren Zug im Stich. Also leider kein Rotpunkt. Die folgenden drei Seillängen sind sehr schön, steil und ausgesetzt. Die letzten drei ordentlich abgeschmiert und weit abgesichert. In diesen letzten drei waren wir schon sehr kaputt und schlussendlich froh auch wieder aus der Wand gekommen zu sein. Trotzdem eine schöne, abwechslungsreiche Tour, die früher sicher noch besser war. Auf kühle Temperaturen oder Wolken warten!

Le Rasoir (5c, 6c, 5c, 5c+, 7a)
Schöne Tour im Sektor und Variante von Derobée. Die zweite Seillänge ist lang, schön und hat quasi keine Begehungsspuren. Die vierte ist unglaublich schön. Die 7a hat einen Einstiegsboulder im Überhang und führt dann in schönem Fels zum Ausstieg. Ab 15 Uhr im Schatten.

Céréales Killer (6a, 6b, 5c+, 6c, 5b+, 7a, 6c)
Die schwereren Längen sind einfach super – vor allem die letzten beiden sind ein Traum. Im gesamten eine schöne, moderne, gut abgesicherte Tour. Kein gar soo ausgesetztes Ambiente, aber mit schönem Panorama. Ab 13 Uhr im Schatten. Beide steigen wir alle Seillängen auf Anhieb durch.

Les Salades de l’Apocalypse (7a, 6c, 7a+, 7a+, 6c, 7a)
Apokalyptisch triffts. Für Paul und mich die steilste und vielleicht eindrücklichste Mehrseillänge bis jetzt. Gut abgesichert geht’s frech durch’s brutal steile Gemäuer, wobei eine „Riss“-Spur verfolgt wird. Die letzte Seillänge führt durch traumhaften Lochfels und hängt sich nochmal an. Die Bewertung ist modern und die Seillängen durchwegs schön in super Fels. Uns gelingt der Teamrotpunkt. Paul steigt alle Seillängen durch, ich nur die zweite 7a+ nicht. Ganztagesschatten.

Fazit: Es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit bis ich wiederkomme! 🙂

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