Konkurs (VII-) Gesäuse

Freitag sollte der einzig halbwegs stabile Tag dieser Woche werden, also galt es diesen auch zu nützen. Um 5:30 starten Johannes und ich in Richtung Gesäuse. Dieses Mal stand eine Tour in der Planspitze Nordwestwand auf dem Plan – genauer gesagt die Konkurs (370 Hm, 14 SL, VII-) die als genussreich beschrieben ist.

Die 1000 Hm Zustieg über den Höllersteig bewältigen wir in 1.5h ohne wirkliche Pause und die ersten vier, leichten Seillängen noch mit Bergschuhen und seilfrei. Die 5. Seillänge startet gut abgesichert im oberen V., dann unteren VI. Grad in einer rauen, wasserzerfressenen Wand. Danach geht’s links tranversierend aufwärts. Hier ist leider nicht alles trocken – also heißt es vorsichtig klettern, denn die Hakenabstände werden, sobald es ein wenig leichter wird, gleich wieder weit.

Die nächste IVer Länge ist auch schön und schon sind wir an der Schlüssellänge angekommen. Da wir nicht in die Tour Akropolis, die hier links der Konkurs verläuft, hinein geraten wollen, folgen wir vom Stand weg den rechten BH und Schlingen. Wir wundern uns wo denn nun die VII- Stelle gewesen sein soll, bis wir im Nachhinein feststellen, dass wir eine Linie zu weit rechts gewählt haben und somit kurz die Direkte Planspitze Nordwestwand gegangen sind. Egal. Diese Seillänge (VI-) ist schön und endet für uns mit einer langen Traverse.

Der Fels ist auch fast immer sehr gut – nur wenn es etwas blockig und leichter wird heißt es etwas aufpassen, klopfen und nicht unbedingt überall anreißen – also eh was man in einer alpinen Tour sowieso machen sollte. 😉 Die Absicherung ist an den schwereren Stellen gut und ausreichend.

Die 11. Seillänge verläuft entlang von Wasserrillen, die leider völlig nass sind. Glücklicherweise ist das aber gar nicht so ein Problem, denn der Fels ist unglaublich rau und strukturiert. Anschließend erreichen wir in drei weiteren Seillängen das Ende der Tour. Von hier ginge es über ein Band weit nach rechts zur Seescharte. Bevor wir aber zum Ausstieg aufbrechen, packen wir noch unsere Jause aus, genießen die Sonne und bleiben noch ein Bisschen auf dem breiten Band sitzen – es ist 13:15… Als Abstieg wählen wir den Peternpfad, kehren noch bei der Haindlkarhütte auf ein hopfiges Erfrischungsgetränk ein und schmieden Pläne für die nächsten Abenteuer. 🙂

Fazit: Eine schöne, genussreiche Tour, die man schon einmal geklettert sein kann. Guter Fels, schöne, technische Kletterei und auch vernünftig abgesichert – dabei hat uns auch gefallen, dass die Tour bei weitem nicht übersichert ist, also noch genug Platz zum Klettern da ist. Planspitze Nordwestwand, ich kommen wieder!

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