Rosskuppe Nordverschneidung (VI) Gesäuse

Die Nordverschneidung der Rosskuppe, im Topo als Gesäuse-Klassiker beschrieben und 1933 erstbegangen, ist eine teilweise ausgesetzte, steile und abwechslungsreiche Kletterei mit sehr schönem Ausblick. Allein das macht die Kletterei schon zu einem Erlebnis. Die Routenführung verläuft klassisch oftmals durch Verschneidungen, Kamine und Risse. Dennoch findet man auch einige plattige Passagen. Die Nordverschneidung ist für alpine Verhältnisse recht gut abgesichert. Die spärlich zu findenden Klebehaken (an den Ständen jeweils zwei) werden durch einige Normalhaken ergänzt, wobei sich die schwereren Stellen alle sorgenfrei klettern lassen.

Vom Team Cormario war diesmal nur das Vorstiegswunder mit von der Partie, das Vorstiegs-Angsthäschen blieb in Graz und genoss die Sonnenstrahlen beim Beachvolleyballspielen, wurde aber von Luki erstklassig ersetzt :).

Natürlich waren wir mit KK und Friends ausgerüstet und haben sie auch als nützliches Hilfsmittel empfunden. Wir starteten recht früh am Morgen, hatten wir ja schon den Zustieg zur Hütte am Vortag gemeistert und eine ruhige Nacht auf der Hütte mit zwei anderen Seilschaften im Zimmer der Haindlkarhütte verbracht. Die Betten waren bequem und dementsprechend konnten wir trotz Vorfreude recht gut schlafen.

Der Zustieg gelingt ganz gut und auch der durch einen Klebehaken gekennzeichnete Einstieg wurde gleich gefunden. Auf ging es, hinein in die Wand. Die Kletterei war schön und bedingt durch gutes Wetter (wobei gut nicht unbedingt warm heißt) verspürten wir keinerlei Zeitdruck. Am Stand wurde geplaudert, Müsliriegel gegessen, getrunken und ausgeruht. Nicht nur deshalb brauchten wir viel länger als erwartet. Knappe 7 Stunden dauerte für uns die Kletterei, wobei wir uns mit Sicherheit ab und zu so langsam wie eine Schildkröte fortbewegten. Dennoch, kein Problem. Als Luki im Vorstieg einen großen Stein austrat und glücklicherweise ohne Sturz stabil in der Wand stehen blieb, war uns kurz etwas anders. Einige laute Schreie für eine weiter unterhalb kletternde Seilschaft wurden abgegeben, der Stein segelte an allen vorbei in die Tiefe, glücklicherweise für niemanden eine Gefahr. Und schon wurde weitergeklettert. Oben angekommen verspeisten wir unsere Bergjause und machten uns auf den Weg retour zur Hütte. Wir steigen über den Peternpfad ab, wobei man richtigerweise statt dem Wort absteigen abKLETTERN verwendeten sollte. Jeder Schritt sollte kontrolliert gesetzt werden, denn der Abstieg ist teilweise ausgesetzt und ein Fehltritt könnte fatale Folgen haben. Auch diesen meisterten wir bravourös und somit konnten wir uns auf der Hütte ein warmes Süppchen gönnen, bevor wir weiter ins Tal abstiegen und mit dem Auto die Heimreise antraten.

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